Russland: Keine Waffenlieferung mehr an Syrien

Foto von DVIDSHUB (flickr.com)

Gestern ließ Russland verlauten, dass sie die Waffenlieferungen an Syrien gestoppt hätten. Solange sich die Lage in dem Land nicht beruhigt, würden weder Waffen, noch Kampfflugzeuge an Syrien geliefert werden. Man würde ebenfalls auf die Auslieferung der 36 Trainingsflugzeuge vom Typ Jak-130 verzichten. Zuvor behauptete Clinton, dass das syrische Militär die importierten Waffen gegen die eigene Bevölkerung nutzen würde, wobei Russland stets die Meinung vertrat, die Waffen würden nur zum Schutz vor eventuellen ausländischen Angriffen dienen.

Quelle: Reuters

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Syrische Militäroperation an türkischer Grenze

Foto von FreedomHouse (flickr.com)

Laut der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS hat Syrien mit einer Militäroperation nahe der türkisch-syrischen Grenze begonnen. Das Ziel dieser Operation sei es, Richtung Norden flüchtende militante Rebellen kampfunfähig zu machen. Nach dem Abschuss eines türkischen Jets durch das syrische Militär hatte die Türkei jedoch zuvor verlauten lassen, dass sie jede Art von syrischen Truppenbewegungen an der türkisch-syrischen Grenze als Bedrohung einstufen und darauf mit militärischen Mitteln antworten werde.

Quelle: Internethaber

Russland und China antworten auf Clinton

Foto von Center for American Progress Action Fund (flickr.com)

Auf ihre Aussage, Russland und China würden für die Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad schon bald einen hohen Preis zahlen müssen, bekam Clinton von beiden Ländern auch prompt eine Antwort. Der russische Vize-Außenminister Gennady Gatilov bezeichnete Clintons Aussage als ,,unpassend“ und behauptete, diese Aussage würde der Dekleration der Genfer Syrienkonferenz widersprechen. Liu Weimin, der chinesische Außenamtssprecher, sagte, die Aussage von Clinton sei inakzeptabel, denn China würde mit großen Bemühungen daran arbeiten, Frieden in Syrien zu stiften und die gerechte und konstruktive Haltung von China würde auch eine breite Zustimmung bei den Massen finden.

Quelle: Milliyet

Davutoglu spricht über die Situation in Syrien

Foto von Bahrain Ministry of Foreign Affairs (flickr.com)

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu war gestern zu Gast bei dem französischen Nachrichtensender France24, wo er seine Sichtweise zu der Situation in Syrien klarstellte.

Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Davutoglu bezeichnete das Massaker, welches der syrische Präsident Baschar al-Assad anrichte, als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Türkei versuche alles in ihrer Macht stehende, um dem Blutfließen in Syrien ein Ende zu setzen, bisher seien sie jedoch leider kläglich gescheitert.

Wir mischen uns nicht in die inneren Angelegenheiten von Syrien ein

Außenminister Davutoglu betonte, dass die Türkei sich nicht in die inneren Angelegenheiten von Staaten einmische, jedoch bereite ihnen die Zwischenfälle an der türkisch-syrischen Grenze und die 30.000 syrischen Flüchtlinge in der Türkei Anlass zur Sorge.

Wir werden die passende Antwort geben

Laut Davutoglu sei die Krise in Syrien eine Gefährdung des Friedens und der Stabilität in dieser Region. Sollte die Türkei jedoh das Gefühl haben, dass eine militärische Bedrohung von Syrien ausgehe, werde sie nicht lange warten, um die passende Antwort zu geben.

Zum Schluss sagte Davutoglu, dass die Zukunft von Assad in der Hand der syrischen Bevölkerung läge und das ein militärischer Einsatz nur durch einen Beschluss durch die Vereinten Nationen möglich sei.

Quelle: Cumhuriyet

Assad: ,,Der arabische Frühling brachte nur Leid“

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Heute ist der fünfte Teil des Interviews mit Baschar al-Assad in der Cumhuriyet erschienen. In diesem Teil spricht Assad über den Arabischen Frühling und seine Auswirkungen, über die Politisierung des Islam und über die fehlerhafte Außenpolitik des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan.

Der Arabische Frühling brachte nur Leid

Gegenüber der Cumhuriyet äußerte sich Assad wie folgt über den Arabischen Frühling: Normalerweise verbindet man mit dem Wort ,,Frühling“ etwas Schönes, aber der Arabische Frühlung hat den arabischen Ländern nichts außer Blut und Tränen gebracht.

,,Eine Revolution muss vom Volk ausgehen und nicht von bewaffneten Terroristen“ – Baschar al-Assad

Laut Assad ist klar, dass bei diesen Revolutionen ausländische Kräfte mitgewirkt haben, welche ihren eigenen politischen Interessen nachgegangen sind und ihren eigenen Vorteil aus dieser Sache ziehen wollten.

Gegen die Politisierung von Religionen

In letzter Zeit konnte man zunehmend die Politisierung des Islam beobachten. Assad ist der Ansicht, dass es eine Beleidigung für den Islam sei, wenn man diesen für politische Zwecke nutze. Deshalb habe er stets versucht, Politik und Religion voneinander fernzuhalten und werde auch in Zukunft den Laizismus in seinem Land schützen.

Erdogan fördert Politiserung des Islam

,,Erdogan hat bei der Politisierung des Islam eine große Rolle gespielt“ – Baschar al-Assad

Durch seine radikale Sichtweise hätte die Politik des türkischen Ministerpräsidenten einen gefährlichen Kurs eingenommen. Trotzdem glaube er aber weiterhin daran, dass das türkische Volk nicht zulassen werde, dass ihr Land durch solche Menschen in einen Krieg gezogen wird.

Zum Schluss lud Assad alle oppositionellen Parteien der Türkei nach Syrien ein, damit diese die Geschehnisse mit ihren eigenen Augen betrachten können.

Quelle: Cumhuriyet

Bevorstehender Krieg zwischen Israel und Libanon?

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Gerade einmal sechs Jahre sind seit dem letzten Krieg zwischen Israel und Libanon vergangen und nun spricht der israelische Brigadegeneral Hertzi Halevy wieder über einen eventuell bevorstehenden Krieg zwischen diesen beiden Ländern. Laut Halevy könnte der Sturz der syrischen Regierung zu vermehrten Anschlägen der libanesischen Terrororganisation Hisbollah führen. Dies könnte eine große Bedrohung für Israel darstellen, da die Hisbollah nun sowohl in Besitz von besseren Waffen ist, als auch einen großen Zulauf erlebt hat.

,,Bei dem Fall eines Krieges sollten wir versuchen, diesen so schnell wie möglich zu stoppen. Dies können wir nur durch starke Angriffe auf Libanon bewerkstelligen“ – Hertzi Halevy

Halevy ist der Ansicht, dass bei Bedrohungen durch die Hisbollah, ein Angriff auf Libanon unvermeidbar sei, denn dies sei der Ort wo sich der Feind befände und er geht davon aus, dass dieser Krieg verheerender werden wird als der letzte Libanonkrieg.

Quelle: Haaretz

Assad: ,,Wir werden standhalten!“

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In dem heute veröffentlichten Teil des Interviews von Baschar al-Assad und der türkischen Zeitung Cumhuriyet, sprach der syrische Präsident über die wirtschaftlichen Embargos gegen sein Land, über die kurdische Arbeiterpartei PKK und über eine mögliche Gründung eines kurdischen Staates.

Keine Unterstützung für die PKK

In letzter Zeit gingen Gerüchte rum, welche besagten, dass sich Baschar al-Assad an dem türkischen Ministerpräsidenten für die Unterstützung der syrischen Rebellen rächen würde, indem er seinerseits die PKK unterstützen würde, welche seit 1984 mit Waffengewalt gegen den türkischen Staat kämpft. Diese Aussage dementierte Assad jedoch.

,,Wie sollten wir die PKK unterstützen, wenn wir selber große innenpolitische Probleme haben?“ – Baschar al-Assad

Laut Assad sei der Gedanke absurd, dass Syrien seine eigenen innenpolitischen Probleme beiseite legt und sich damit beschäftigt, wie es am besten dem türkischen Staat schaden könnte. Er ist der Meinung, dass die Leute mit solchen Gerüchten nur eines bezwecken wollen: Nämlich ihn immer weiter in die Rolle eines blutrünstigen Diktators zu stecken. Vielmehr sei der Grund für die vermehrten Terroranschläge der PKK bei der fehlerhaften Innen- und Außenpolitik des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan zu suchen.

Kein kurdischer Staat im Nahen Osten

Assad ist der Ansicht, dass der Gedanke, es könne in naher Zukunft ein kurdischer Staat im Nahen Osten entstehen , unrealistisch sei.

,,Wir haben jahrelang friedlich zusammen gelebt“ – Baschar al-Assad

Probleme gebe es erst seitdem sich die imperialistischen Mächte in die Angelegenheiten der Staaten im Nahen Osten eingemischt hätten. Für Assad ist klar, dass diese Krise nur dann überstanden werden kann, wenn sich alle Völker gegenseitig respektieren und eine Politik der Gleichheit geführt wird.

Wir werden standhalten!

Zu den Embargomaßnahmen gegen Syrien äußerte sich Baschar al-Assad wie folgt:

,,Egal wieviele Embargos sie uns verhängen, wir werden die Souveränität unseres Landes schützen“ – Baschar al-Assad

Denn für Assad steht eines fest: Er wird bis zum bitteren Ende standhalten.

Quelle: Cumhuriyet