Russland und China antworten auf Clinton

Foto von Center for American Progress Action Fund (flickr.com)

Auf ihre Aussage, Russland und China würden für die Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad schon bald einen hohen Preis zahlen müssen, bekam Clinton von beiden Ländern auch prompt eine Antwort. Der russische Vize-Außenminister Gennady Gatilov bezeichnete Clintons Aussage als ,,unpassend“ und behauptete, diese Aussage würde der Dekleration der Genfer Syrienkonferenz widersprechen. Liu Weimin, der chinesische Außenamtssprecher, sagte, die Aussage von Clinton sei inakzeptabel, denn China würde mit großen Bemühungen daran arbeiten, Frieden in Syrien zu stiften und die gerechte und konstruktive Haltung von China würde auch eine breite Zustimmung bei den Massen finden.

Quelle: Milliyet

Davutoglu spricht über die Situation in Syrien

Foto von Bahrain Ministry of Foreign Affairs (flickr.com)

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu war gestern zu Gast bei dem französischen Nachrichtensender France24, wo er seine Sichtweise zu der Situation in Syrien klarstellte.

Ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Davutoglu bezeichnete das Massaker, welches der syrische Präsident Baschar al-Assad anrichte, als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Türkei versuche alles in ihrer Macht stehende, um dem Blutfließen in Syrien ein Ende zu setzen, bisher seien sie jedoch leider kläglich gescheitert.

Wir mischen uns nicht in die inneren Angelegenheiten von Syrien ein

Außenminister Davutoglu betonte, dass die Türkei sich nicht in die inneren Angelegenheiten von Staaten einmische, jedoch bereite ihnen die Zwischenfälle an der türkisch-syrischen Grenze und die 30.000 syrischen Flüchtlinge in der Türkei Anlass zur Sorge.

Wir werden die passende Antwort geben

Laut Davutoglu sei die Krise in Syrien eine Gefährdung des Friedens und der Stabilität in dieser Region. Sollte die Türkei jedoh das Gefühl haben, dass eine militärische Bedrohung von Syrien ausgehe, werde sie nicht lange warten, um die passende Antwort zu geben.

Zum Schluss sagte Davutoglu, dass die Zukunft von Assad in der Hand der syrischen Bevölkerung läge und das ein militärischer Einsatz nur durch einen Beschluss durch die Vereinten Nationen möglich sei.

Quelle: Cumhuriyet

Assad: ,,Der arabische Frühling brachte nur Leid“

Foto von FreedomHouse (flickr.com)

Heute ist der fünfte Teil des Interviews mit Baschar al-Assad in der Cumhuriyet erschienen. In diesem Teil spricht Assad über den Arabischen Frühling und seine Auswirkungen, über die Politisierung des Islam und über die fehlerhafte Außenpolitik des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan.

Der Arabische Frühling brachte nur Leid

Gegenüber der Cumhuriyet äußerte sich Assad wie folgt über den Arabischen Frühling: Normalerweise verbindet man mit dem Wort ,,Frühling“ etwas Schönes, aber der Arabische Frühlung hat den arabischen Ländern nichts außer Blut und Tränen gebracht.

,,Eine Revolution muss vom Volk ausgehen und nicht von bewaffneten Terroristen“ – Baschar al-Assad

Laut Assad ist klar, dass bei diesen Revolutionen ausländische Kräfte mitgewirkt haben, welche ihren eigenen politischen Interessen nachgegangen sind und ihren eigenen Vorteil aus dieser Sache ziehen wollten.

Gegen die Politisierung von Religionen

In letzter Zeit konnte man zunehmend die Politisierung des Islam beobachten. Assad ist der Ansicht, dass es eine Beleidigung für den Islam sei, wenn man diesen für politische Zwecke nutze. Deshalb habe er stets versucht, Politik und Religion voneinander fernzuhalten und werde auch in Zukunft den Laizismus in seinem Land schützen.

Erdogan fördert Politiserung des Islam

,,Erdogan hat bei der Politisierung des Islam eine große Rolle gespielt“ – Baschar al-Assad

Durch seine radikale Sichtweise hätte die Politik des türkischen Ministerpräsidenten einen gefährlichen Kurs eingenommen. Trotzdem glaube er aber weiterhin daran, dass das türkische Volk nicht zulassen werde, dass ihr Land durch solche Menschen in einen Krieg gezogen wird.

Zum Schluss lud Assad alle oppositionellen Parteien der Türkei nach Syrien ein, damit diese die Geschehnisse mit ihren eigenen Augen betrachten können.

Quelle: Cumhuriyet

Assad: ,,Wir werden standhalten!“

Foto von Ammar Abd Rabbo (flickr.com)

In dem heute veröffentlichten Teil des Interviews von Baschar al-Assad und der türkischen Zeitung Cumhuriyet, sprach der syrische Präsident über die wirtschaftlichen Embargos gegen sein Land, über die kurdische Arbeiterpartei PKK und über eine mögliche Gründung eines kurdischen Staates.

Keine Unterstützung für die PKK

In letzter Zeit gingen Gerüchte rum, welche besagten, dass sich Baschar al-Assad an dem türkischen Ministerpräsidenten für die Unterstützung der syrischen Rebellen rächen würde, indem er seinerseits die PKK unterstützen würde, welche seit 1984 mit Waffengewalt gegen den türkischen Staat kämpft. Diese Aussage dementierte Assad jedoch.

,,Wie sollten wir die PKK unterstützen, wenn wir selber große innenpolitische Probleme haben?“ – Baschar al-Assad

Laut Assad sei der Gedanke absurd, dass Syrien seine eigenen innenpolitischen Probleme beiseite legt und sich damit beschäftigt, wie es am besten dem türkischen Staat schaden könnte. Er ist der Meinung, dass die Leute mit solchen Gerüchten nur eines bezwecken wollen: Nämlich ihn immer weiter in die Rolle eines blutrünstigen Diktators zu stecken. Vielmehr sei der Grund für die vermehrten Terroranschläge der PKK bei der fehlerhaften Innen- und Außenpolitik des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan zu suchen.

Kein kurdischer Staat im Nahen Osten

Assad ist der Ansicht, dass der Gedanke, es könne in naher Zukunft ein kurdischer Staat im Nahen Osten entstehen , unrealistisch sei.

,,Wir haben jahrelang friedlich zusammen gelebt“ – Baschar al-Assad

Probleme gebe es erst seitdem sich die imperialistischen Mächte in die Angelegenheiten der Staaten im Nahen Osten eingemischt hätten. Für Assad ist klar, dass diese Krise nur dann überstanden werden kann, wenn sich alle Völker gegenseitig respektieren und eine Politik der Gleichheit geführt wird.

Wir werden standhalten!

Zu den Embargomaßnahmen gegen Syrien äußerte sich Baschar al-Assad wie folgt:

,,Egal wieviele Embargos sie uns verhängen, wir werden die Souveränität unseres Landes schützen“ – Baschar al-Assad

Denn für Assad steht eines fest: Er wird bis zum bitteren Ende standhalten.

Quelle: Cumhuriyet

Assad: ,,Nur ein Kampf gegen den Terrorismus“

Foto von FreedomHouse (flickr.com)

Heute wurde ein weiterer Teil des Interviews mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in der Cumhuriyet veröffentlicht und wieder legte Assad seine Sichtweise zu Tage.

Ich habe die Mehrheit des Volkes hinter mir

Laut Assad ist eines klar: Der Großteil der syrischen Bevölkerung unterstützt ihn weiterhin. Die Begründung ist einfach: Würde das Volk ihn nicht unterstützen, wäre er schon längst nicht mehr an der Macht. Um diese Aussage zu verstärken, zieht er einen Vergleich zum alten iranischen Schah Pahlavi, der zwar die Unterstützung der westlichen Mächte hatte, aber nicht die seines Volkes, und deshalb gestürzt wurde.

Täuschung durch die Medien

Die westlichen Medien zeigen ständig große Menschenmassen, die in Syrien gegen Präsident Baschar al-Assad demonstrieren. Assad kann hierbei jedoch nur den Kopf schütteln, denn dabei handele es sich lediglich um bezahlte Demonstranten.

,,Früher bekamen sie 10 Dollar, heute bekommen sie schon 50 Dollar für ein paar Stunden demonstrieren“ – Baschar al-Assad

Wir kämpfen nicht gegen das Volk, sondern gegen terroristische Gruppen

Assad ist der Meinung, dass arabische Länder islamistische Terroristen nach Syrien schmuggeln würden, um die Stabilität seines Landes zu gefährden. Der Krieg wird also nur gegen diese bewaffneten Terroristen geführt und nicht gegen das eigene Volk. Das ist das, was die Türkei mit der PKK letztendlich auch macht und keiner sagt dort, dass die Türkei seine eigene Bevölkerung ermordern würde – so Assad.

Wir machen auch Fehler

Trotzdem gibt Assad zu, dass auch er und seine Streitkräfte Fehler machen würden und das bei diesen Kämpfen ebenfalls Zivilisten umgekommen seien.

Quelle: Cumhuriyet

Baschar al-Assad packt aus! (Interview)

Foto von FreedomHouse (flickr.com)

Die türkische Zeitung Cumhuriyet traf sich mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und fragte ihn über die kritischen Ereignisse der letzten Tage aus. Die Einstellung von Assad war jedoch alles andere als feindlich und verwunderte sicherlich so einige Menschen. Hier mal die wichtigsten Auszüge des Interviews in deutscher Sprache:

Das Flugzeug wurde nicht in internationalem Luftraum abgeschossen

Laut Assad wurde die RF4 innerhalb der syrischen Grenze abgeschossen, denn die Flugabwehrkanone, mit welcher das türkische Jet zu Boden gebracht wurde, hätte nur eine Reichweite von 2,5 km. Mit dieser Reichweite sei es unmöglich gewesen, Flugzeuge abzuschießen, welche sich nicht im syrischen Luftraum befänden.

,,Wäre das Flugzeug im internationalen Luftraum abgeschossen worden, hätten wir uns schon längst entschuldigt“ – Baschar al-Assad

Wir sehen die Türkei nicht als Feind

,,Wenn wir die Türkei als Feind sehen würden, hätten wir dies schon längst deutlich gesagt“ – Baschar al-Assad

Für den syrischen Präsidenten ist es unverständlich, dass einige Personen glauben, der Abschuss des türkischen Jets sei Absicht gewesen. Die Türken seien keine Feinde von Syrien, die 10 Jahre lange türkische Freundschaft hätte er bei keinem anderen Volk gespürt – so Assad.

Es war ein Versehen

Laut Assad dachten die syrischen Soldaten, dass es sich bei der abgeschossenen RF4 um ein israelisches Kampfflugzeug handle.

,,Als ich erfahren habe, dass es sich um ein türkisches Flugzeug handelte, habe ich mir gedacht: >>Hätten wir es bloß nicht abgeschossen<<“ – Baschar al-Assad

Assads Angaben nach, habe sich Syrien schon immer bemüht, den Terrorismus im eigenen Land zu bekämpfen und die Beziehungen zu der Türkei zu stärken. Diese Bemühung wurde jedoch in der letzten Zeit durch die türkische Regierung zerstört. Trotzdem glaube er aber weiterhin daran, dass das türkische Volk keinen Krieg will.

Wir sind sehr traurig

Assad drückte seine Trauer über die zwei getöteten Piloten aus und sagte, die Türken seien wie seine Brüder und der Tod der zwei Piloten wäre so gewesen, als hätte er selber zwei Brüder verloren. Desweiteren hätte ihn die Aussage des Vaters des einen getöteten Piloten, welcher gesagt hatte, dass zwar sein Sohn gestorben ist, aber er trotzdem kein Krieg mit Syrien wolle, sehr berührt.

Für Assad ist klar: Obwohl die Türkei Militärfahrzeuge und Soldaten an die syrische Grenze versetzt hat, wird Syrien trotzdem keine feindlichen Aktionen unternehmen.

,,Solange das türkische Volk nicht gegen uns ist, besteht kein Problem“ – Baschar al-Assad

Quelle: Cumhuriyet