Assad: ,,Nur ein Kampf gegen den Terrorismus“

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Heute wurde ein weiterer Teil des Interviews mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in der Cumhuriyet veröffentlicht und wieder legte Assad seine Sichtweise zu Tage.

Ich habe die Mehrheit des Volkes hinter mir

Laut Assad ist eines klar: Der Großteil der syrischen Bevölkerung unterstützt ihn weiterhin. Die Begründung ist einfach: Würde das Volk ihn nicht unterstützen, wäre er schon längst nicht mehr an der Macht. Um diese Aussage zu verstärken, zieht er einen Vergleich zum alten iranischen Schah Pahlavi, der zwar die Unterstützung der westlichen Mächte hatte, aber nicht die seines Volkes, und deshalb gestürzt wurde.

Täuschung durch die Medien

Die westlichen Medien zeigen ständig große Menschenmassen, die in Syrien gegen Präsident Baschar al-Assad demonstrieren. Assad kann hierbei jedoch nur den Kopf schütteln, denn dabei handele es sich lediglich um bezahlte Demonstranten.

,,Früher bekamen sie 10 Dollar, heute bekommen sie schon 50 Dollar für ein paar Stunden demonstrieren“ – Baschar al-Assad

Wir kämpfen nicht gegen das Volk, sondern gegen terroristische Gruppen

Assad ist der Meinung, dass arabische Länder islamistische Terroristen nach Syrien schmuggeln würden, um die Stabilität seines Landes zu gefährden. Der Krieg wird also nur gegen diese bewaffneten Terroristen geführt und nicht gegen das eigene Volk. Das ist das, was die Türkei mit der PKK letztendlich auch macht und keiner sagt dort, dass die Türkei seine eigene Bevölkerung ermordern würde – so Assad.

Wir machen auch Fehler

Trotzdem gibt Assad zu, dass auch er und seine Streitkräfte Fehler machen würden und das bei diesen Kämpfen ebenfalls Zivilisten umgekommen seien.

Quelle: Cumhuriyet

Arabische Gelder – Israelische Waffen – Türkische Hilfe

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,,Israel Continues Arming Terrorists in Syria via Turkey“

Mit dieser skurrilen Schlagzeile sorgte die iranische Nachrichtenagentur Fars heute für reichlich Aufsehen. Laut dem Artikel habe man herausgefunden, dass israelische Jets Waffen (darunter Maschinengewehre, reaktive Panzerbüchsen, Panzerabwehrwaffen und Munition) , welche von arabischen Ländern wie Saudi Arabien und Katar finanziert wurden, in die Türkei schmuggele. Von dort aus würden die Türken dann, mit Hilfe von israelischen Militärexperten, welche an der türkisch-syrischen Grenze stationiert seien, die syrischen Rebellen bewaffnen und ihnen den Umgang mit den Waffen beibringen.

Quelle: Fars News Agency

Baschar al-Assad packt aus! (Interview)

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Die türkische Zeitung Cumhuriyet traf sich mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und fragte ihn über die kritischen Ereignisse der letzten Tage aus. Die Einstellung von Assad war jedoch alles andere als feindlich und verwunderte sicherlich so einige Menschen. Hier mal die wichtigsten Auszüge des Interviews in deutscher Sprache:

Das Flugzeug wurde nicht in internationalem Luftraum abgeschossen

Laut Assad wurde die RF4 innerhalb der syrischen Grenze abgeschossen, denn die Flugabwehrkanone, mit welcher das türkische Jet zu Boden gebracht wurde, hätte nur eine Reichweite von 2,5 km. Mit dieser Reichweite sei es unmöglich gewesen, Flugzeuge abzuschießen, welche sich nicht im syrischen Luftraum befänden.

,,Wäre das Flugzeug im internationalen Luftraum abgeschossen worden, hätten wir uns schon längst entschuldigt“ – Baschar al-Assad

Wir sehen die Türkei nicht als Feind

,,Wenn wir die Türkei als Feind sehen würden, hätten wir dies schon längst deutlich gesagt“ – Baschar al-Assad

Für den syrischen Präsidenten ist es unverständlich, dass einige Personen glauben, der Abschuss des türkischen Jets sei Absicht gewesen. Die Türken seien keine Feinde von Syrien, die 10 Jahre lange türkische Freundschaft hätte er bei keinem anderen Volk gespürt – so Assad.

Es war ein Versehen

Laut Assad dachten die syrischen Soldaten, dass es sich bei der abgeschossenen RF4 um ein israelisches Kampfflugzeug handle.

,,Als ich erfahren habe, dass es sich um ein türkisches Flugzeug handelte, habe ich mir gedacht: >>Hätten wir es bloß nicht abgeschossen<<“ – Baschar al-Assad

Assads Angaben nach, habe sich Syrien schon immer bemüht, den Terrorismus im eigenen Land zu bekämpfen und die Beziehungen zu der Türkei zu stärken. Diese Bemühung wurde jedoch in der letzten Zeit durch die türkische Regierung zerstört. Trotzdem glaube er aber weiterhin daran, dass das türkische Volk keinen Krieg will.

Wir sind sehr traurig

Assad drückte seine Trauer über die zwei getöteten Piloten aus und sagte, die Türken seien wie seine Brüder und der Tod der zwei Piloten wäre so gewesen, als hätte er selber zwei Brüder verloren. Desweiteren hätte ihn die Aussage des Vaters des einen getöteten Piloten, welcher gesagt hatte, dass zwar sein Sohn gestorben ist, aber er trotzdem kein Krieg mit Syrien wolle, sehr berührt.

Für Assad ist klar: Obwohl die Türkei Militärfahrzeuge und Soldaten an die syrische Grenze versetzt hat, wird Syrien trotzdem keine feindlichen Aktionen unternehmen.

,,Solange das türkische Volk nicht gegen uns ist, besteht kein Problem“ – Baschar al-Assad

Quelle: Cumhuriyet